
Kinder im Badezimmer warm – und sicher halten
Wenn man einen Infrarotheizer für das Badezimmer entwirft – insbesondere dort, wo Kinder anwesend sind –, muss man vorsichtig vorgehen. Der Heizer muss warm genug sein, damit das Baby nicht friert. Doch man kann den Heizgrad einfach nicht zu hoch einstellen – sonst besteht die Gefahr, dass das Licht zu stark für die empfindlichen Augen des Babys ist. Außerdem gibt es noch das Problem: Wasser und Elektrizität verstehen sich nicht miteinander.
Das Problem des „Blitzlichts“
Die meisten Standard-Infrarotlampen sind zu hell – sie können sogar blenden. Wenn man schon einmal solch eine Lampe betrachtet hat, kennt man dieses intensive, helle Licht. Für ein Baby ist das absolut unzulässig.
Wir dimmen die Lampe also nicht einfach ab – das würde dazu führen, dass die Wärmeproduktion beeinträchtigt wird. Stattdessen nutzen wir spezielle Quarzkohlenstoffbeschichtungen, die das Licht aus dem sichtbaren Spektrum herauslenken. Das Ergebnis: Die Haut erhält weiterhin angenehme Wärme, doch das Licht bleibt sanft und ungefährlich. Es fühlt sich eher wie ein sanftes Leuchten an als wie ein grelles Licht.
Wasser und Wärme in Einklang bringen
Um eine IPX5-Zertifizierung zu erhalten, muss der Heizer in der Lage sein, Spritzwasser aus jeder Richtung zu überstehen, ohne beschädigt zu werden. Wir verwenden hochtemperaturbeständige Silikongummis sowie Gehäuse, die nicht rosten. Dadurch bleibt das Innere des Geräts trocken.
Aber hier kommt das Problem: Wenn man etwas so gut abdichtet, dass kein Wasser eindringen kann, bleibt die Wärme im Inneren des Geräts stecken. Das ist, als würde man im Juli einen Parka tragen. Wenn wir das nicht lösen würden, würden die internen Kabel irgendwann überhitzen. Deshalb haben wir Aluminium-Kühler hinzugefügt, die die Wärme von den Kabeln wegleiten und so dafür sorgen, dass alles im Inneren des Geräts kühl bleibt, während die Außenseite weiterhin warm bleibt.
Die kleinen Details, die wichtig sind
Man kann keine gewöhnliche Lampe einfach mit einer wasserdichten Abdeckung versehen und damit fertig sein. Die meisten Kunststoffe oder billiges Glas blockieren nämlich die Wärme – dadurch wird die Effizienz um 30 Prozent oder mehr reduziert. Das ist eine Verschwendung von Energie.
Wir verwenden stattdessen temperiertes Glas mit niedrigem Eisengehalt – dieses lässt die Infrarotwellen ungehindert durchdringen.
Ein kleiner Tipp: Auch bei einer guten Abdichtung kann es in einem kleinen, dampfigen Duschkabine zu Kondenswasser auf der Linse kommen. Das ist normal – es kann die Wärme etwas stören, aber das gehört einfach zur Realität eines dampfigen Badezimmers dazu.